Medizinisch – Psychiatrien
Psychiatrische Fachpersonen spielen in der Schweiz häufig eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit trans Gesundheit, Diagnostik, psychischer Stabilisierung, Begleitung und teilweise auch im Zugang zu medizinischen Maßnahmen. Gleichzeitig berichten viele trans Personen von sehr unterschiedlichen Erfahrungen innerhalb psychiatrischer Versorgungssysteme.
Psychiatrische Begleitung
Psychiatrische Fachpersonen begleiten Menschen bei psychischen Belastungen, Krisen, Diagnostik und therapeutischen Prozessen.
Transition & Gutachten
In der Schweiz werden psychiatrische oder psychologische Einschätzungen teilweise weiterhin für medizinische Maßnahmen verlangt.
Versorgungsrealität
Erfahrungen reichen von affirmativer Unterstützung bis hin zu Gatekeeping, Unsicherheit oder fehlendem Wissen über trans Themen.
Psychische Unterstützung
Psychiatrische Fachpersonen sollten Menschen bei Depressionen, Angstzuständen, Traumafolgestörungen, Krisen oder anderen Belastungen unterstützen.
Respektvolle Begleitung
Trans Personen sollten respektvoll begleitet werden, ohne Vorurteile oder diskriminierende Behandlung.
Aufklärung & Information
Fachpersonen sollten über Risiken, Belastungen, medizinische Möglichkeiten und Unterstützungsangebote informieren.
Krisenintervention
Psychiatrische Einrichtungen sollten Menschen in psychischen Krisen stabilisieren und geeignete Unterstützung organisieren.
Besprechung psychischer Belastungen, aktueller Situation und individueller Bedürfnisse.
Diagnostische Gespräche, Einschätzungen oder weitere psychiatrische Abklärungen.
Unterstützung durch Gespräche, medikamentöse Behandlung oder Krisenbegleitung.
Falls nötig Weiterleitung an Endokrinologie, Psychotherapie, Kliniken oder weitere Fachstellen.
Was Psychiatrien dürfen
- psychische Erkrankungen diagnostizieren und behandeln
- medikamentöse Therapien durchführen
- Kriseninterventionen anbieten
- Begleitungen und psychiatrische Einschätzungen erstellen
- Patient*innen an Fachstellen weitervermitteln
- trans Personen psychiatrisch begleiten
Was Psychiatrien nicht dürfen
- trans Personen diskriminieren oder entwürdigen
- medizinische Entscheidungen auf Vorurteilen aufbauen
- Behandlungen ohne informierte Zustimmung durchführen
- gesetzliche und ethische Richtlinien missachten
- Patient*innenrechte ignorieren
- unnötiges Gatekeeping ohne fachliche Grundlage betreiben
In der Schweiz verlangen medizinische Systeme teilweise weiterhin psychiatrische oder psychologische Bestätigungen für geschlechtsangleichende Maßnahmen. Dadurch entsteht für viele trans Personen ein zusätzlicher Prüfungsprozess, der unterschiedlich erlebt wird. Manche Fachpersonen arbeiten affirmativ, andere stärker pathologisierend oder gatekeeping-orientiert.
Kriseninterventionszentren
In vielen Kantonen existieren psychiatrische Kriseninterventionszentren (KIZ) für akute psychische Belastungssituationen.
Psychotherapie & Beratung
Zusätzlich können Psychotherapie, Peer-Support und psychosoziale Beratung hilfreich sein.
Notfallhilfe
Bei akuten Krisen oder Suizidalität sollten sofort Notfallangebote, psychiatrische Dienste oder Krisentelefone kontaktiert werden.
Weitere medizinische Informationen
Informationen zu Psychotherapie, Endokrinologie, HRT, medizinischen Rechten und trans inklusiver Versorgung in der Schweiz.
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