Medizinisch – Hausärzt*innen
Hausärzt*innen spielen in der Schweiz eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung von trans, inter und nicht-binären Menschen. Sie begleiten häufig langfristig, koordinieren Überweisungen und unterstützen bei allgemeinen Gesundheitsfragen sowie teilweise auch bei Hormontherapien.
Erste medizinische Anlaufstelle
Hausärzt*innen begleiten viele Menschen langfristig und sind oft die erste Kontaktperson im Gesundheitssystem.
Koordination & Überweisungen
Sie koordinieren Überweisungen zu Endokrinologie, Psychiatrie, Chirurgie oder weiteren Fachbereichen.
Langfristige Begleitung
Hausärzt*innen unterstützen bei allgemeinen Gesundheitsfragen, Blutwerten, Medikamenten und Verlaufskontrollen.
Allgemeine Gesundheitsversorgung
Hausärzt*innen sollten trans Personen respektvoll behandeln und allgemeine medizinische Versorgung anbieten – wie bei allen anderen Patient*innen auch.
Überweisungen ermöglichen
Sie sollten Überweisungen an Fachpersonen, Endokrinolog*innen, Psychiatrie oder Kliniken ermöglichen, wenn dies medizinisch sinnvoll oder gewünscht ist.
Begleitung bei HRT
Manche Hausärzt*innen begleiten Hormonersatztherapien, kontrollieren Blutwerte oder arbeiten gemeinsam mit Fachpersonen.
Langfristige Betreuung
Viele trans Personen werden über Jahre hausärztlich begleitet – auch unabhängig von Transition oder HRT.
Besprechung gesundheitlicher Anliegen, medizinischer Vorgeschichte und aktueller Situation.
Untersuchungen, Blutwerte oder weitere medizinische Abklärungen je nach Beschwerden oder Bedarf.
Falls nötig erfolgt die Weiterleitung an spezialisierte medizinische Fachpersonen.
Regelmässige Kontrollen, medizinische Versorgung und Unterstützung im Alltag.
Was Hausärzt*innen dürfen
- allgemeine medizinische Versorgung anbieten
- Patient*innen langfristig begleiten
- Blutuntersuchungen und Diagnostik durchführen
- Überweisungen an Fachpersonen ausstellen
- teilweise Hormontherapien begleiten
- Rezepte und Medikamente verschreiben
- trans Personen medizinisch unterstützen
Was Hausärzt*innen nicht dürfen
- Patient*innen diskriminieren oder respektlos behandeln
- medizinische Versorgung ohne sachlichen Grund verweigern
- außerhalb ihrer fachlichen Kompetenzen handeln
- medizinische Standards missachten
- informierte Entscheidungen ignorieren
Viele trans Personen erleben Hausärzt*innen als wichtige Unterstützung, insbesondere bei Überweisungen, allgemeinen Gesundheitsfragen oder langfristiger medizinischer Begleitung. Gleichzeitig berichten manche Betroffene auch von Unsicherheit, fehlendem Wissen oder Gatekeeping im Gesundheitssystem.
Weitere medizinische Informationen
Informationen zu Endokrinologie, HRT, Operationen, medizinischen Rechten und trans inklusiver Versorgung in der Schweiz.
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